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Lebensfroh im Alter
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Aus der
aktuellen
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Lebensfroh im Alter

Die Menschen werden offensichtlich immer älter und bleiben dabei immer gesünder. Dementsprechend ändern sich auch die Ansprüche der Senioren. Sie sind deutlich aktiver als in früheren Zeiten, allerdings brauchen sie auch eine gewisse Motivation.

Autor: Christopher Bergmanis

Vom Berufsleben in den Ruhestand?

Vom Ruhestand wird heute nicht gerne geredet. Das Wort klingt nach Ausruhen und auch etwas nach Langeweile. Darum bevorzugen viele den "Unruhestand", der Aktivität und Spannung verheißt. Haben Rentner tatsächlich nie Zeit oder ist das nur vorgeschoben? Jedenfalls muss der Übergang vom Berufsleben ins Rentnerdasein keine abrupte Umstellung bedeuten. Je mehr man auch im Seniorenalter zu tun hat, umso geringer ist das Risiko, in das gefürchtete dunkle Loch zu fallen.

Freizeit im Alter, das beinhaltet die große Chance, noch einmal mit etwas Neuem zu beginnen. Sicherlich ist das ein Grund, warum viele Angestellte mit der Frührente liebäugeln. Der vorzeitige Ruhestand sollte jedoch gut überlegt sein, denn oft muss man mit gewissen finanziellen Einbußen rechnen. Ein genau kalkulierter Haushaltsplan zeigt auf, was bei der Frührente drin ist und wie man finanziell flüssig bleibt.

Um sich trotzdem noch etwas leisten zu können, lassen sich die Ausgaben im Rentenalter mit den folgenden fünf Tipps gut planen:

  1. Den idealen Zeitpunkt für das Renteneinstiegsalter finden (unter Berücksichtigung der ansteigenden Regelaltersgrenze).
  2. Die Rentenprognosen im Blick behalten und gegebenenfalls die Lücken in der Meldezeit nachmelden.
  3. Die Kindererziehungszeiten berücksichtigen, um die Rente aufzustocken (betrifft häufig die Mütter).
  4. Bei nicht erfüllter Wartezeit eventuell die Auszahlung der eingezahlten Beträge beantragen.
  5. Durch Weiterarbeiten die Rente aufstocken.

Die frühzeitige Planung des Ruhestands

Auch wenn man sich nicht für die Frührente entscheidet, sollte man schon früh genug mit der Kalkulation beginnen. So lässt sich feststellen, ob der vorzeitige Ruhestand nicht doch eine gute Option ist. Ob man bis zur Regelaltersgrenze wartet oder nicht, ein Haushaltsplan hilft dabei, den Überblick zu behalten und sich Gedanken über Einsparmöglichkeiten zu machen.

Um Geld zu sparen, kann man beispielsweise seine laufenden Verträge checken und den Energieanbieter wechseln oder ein kostenfreies Konto beantragen. Auch andere Maßnahmen sorgen dafür, dass mehr Geld zum Leben übrig bleibt. Möglicherweise kann man die Versicherungen anpassen oder sich über andere Einnahmequellen informieren. Viele Arbeitnehmer beginnen mit Mitte 50, über den Renteneintritt nachzudenken. Hierbei kann eine Rentenberatung helfen, die von der gesetzlichen Rentenversicherung unverbindlich und kostenfrei angeboten wird. Dabei geht es oft auch um die Überlegung, wie die Frührente aussehen kann. Ob diese im Einzelfall eine gute Entscheidung ist, hängt unter anderem davon ab, wie die private Vorsorge aussieht. Eventuell kann sich ein betriebliches Vorsorgemodell auf die Versorgung im Rentenalter auswirken. Damit lassen sich die üblichen Rentenabschläge abfedern, sodass es nicht zur befürchteten Rentenlücke kommt.

Das Leben der Rentner heute

Auch nach Eintritt in das Rentenalter gibt es für die Ruheständler kaum Langeweile. Das liegt daran, dass manche noch etwas weiterarbeiten. Bevor man sich für einen Minijob entscheidet, sollte geprüft werden, in welcher Höhe dieser Nebenverdienst anrechnungsfrei bleibt. Gerade bei der Frührente gibt es häufig Einkommensgrenzen, die hingegen bei der üblichen Altersgrenze entfallen.

Das "rockige Rentnerleben" funktioniert folgendermaßen:

  • Clever sparen
  • geistig aktiv bleiben
  • Kontakte knüpfen
  • körperliches Fitnesstraining
  • ehrenamtliches Engagement
  • eventuell Minijobs

Manchmal sind es nur kleine Dinge, die einen auf Trab halten, andere Menschen brauchen etwas mehr Aktivitäten. Je nach gesundheitlichem Zustand machen einige Rentner jeden Tag einen kleinen Spaziergang, während andere sogar noch joggen. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten oder Jobs, bei denen man etwas Geld verdient, sind für die gesunden Senioren kein Problem. Sie fühlen sich gebraucht, was sich auf das gesamte Befinden positiv auswirkt.

Da sich die Senioren oft noch relativ jung fühlen, können sie sich nur schwer an das Nichtstun gewöhnen. Das müssen sie auch nicht, denn das Angebot für Rentner steigt ständig weiter an. Entsprechend breit ist das Spektrum der Freizeitmöglichkeiten. Wandervereine, Schwimmen und soziale Veranstaltungen locken die Senioren aus ihrer Wohnung und helfen ihnen dabei, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. In der Folge behalten sie ihre Motivation, sich an Aktivitäten oder Gesprächen zu beteiligen.

Die Freizeitgestaltung im Alter

Lustige Kaffeerunde

© drubig-photo / Fotolia.com

Jede Menge Zeit, das ist für junge Leute ein Traum, doch wer das Ende seines Berufslebens auf sich zukommen sieht, empfindet es auch ein wenig als Bedrohung. Da hilft es, auch im Rentenalter den Tag zu strukturieren. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man immer noch etwas später aufsteht und die viele Zeit, die man eigentlich zur Verfügung hat, durch alltägliche Dinge verstreichen lässt. Die Zeit sinnvoll nutzen, das klappt besonders gut, wenn man nicht alleine ist. Wer keinen Partner hat, der trifft sich mit Freunden oder Verwandten oder besucht Events, um neue Leute kennenzulernen. Heutzutage ist man nicht mehr zu alt, um Kontakte zu knüpfen oder um noch einmal etwas Neues zu lernen. 

Termine wie Strick-Treffs, Kaffeerunden oder geführte Wanderungen bringen Abwechslung in den Rentner-Alltag. Nicht nur in den Seniorenheimen gibt es Spiele- und Rätselabende, auch in zahlreichen Gemeinden wird zu solchen Veranstaltungen eingeladen. Von Quiz- und Spiel-Events profitieren außerdem die geistigen Fähigkeiten. Alleine lassen sich diese mit Kreuzworträtseln oder ähnlichen Spielen trainieren, doch gemeinsam machen die Spiele natürlich mehr Freude.
Bei den Senioren sind Gesellschaftsspiele nicht nur deshalb beliebt, weil sie an früher erinnern. Durch die altbekannten Spiele erhält das Gedächtnis ein gezieltes Training, vor allem, wenn es sich um Memory handelt. Bei anderen Gesellschaftsspielen wird eher die Kommunikation gefördert oder die Fantasie. Da dürfen die älteren Personen auch gerne wieder zu Kindern werden.

Die körperliche Fitness im Rentenalter

Senioren auf dem Fahrad im Wald

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Unabhängig vom Alter spielt die körperliche Konstitution eine große Rolle. Wer fit ist, wird nicht so schnell krank. Allerdings sind die Trainingsmöglichkeiten für ältere Personen etwas eingeschränkt, denn die Gelenke sind nicht mehr so belastbar und auch die Ausdauer lässt nach. Bestimmte Sportarten haben jedoch keine Altersbegrenzung, wenn man es nicht übertreibt. Wandern und Schwimmen, Nordic Walking und auch Radfahren kann man noch bis ins hohe Alter betreiben. Je nach Leistungsfähigkeit reduziert sich irgendwann das Pensum. Je eher man mit dem mehr oder weniger anstrengenden Sport im Freien anfängt, desto fitter bleibt man auch im Alter.

Manche beginnen sogar erst relativ spät mit dem Outdoor-Sporteln. Dann darf man es jedoch auf keinen Fall übertreiben, denn mit steigendem Alter erhöht sich das Verletzungsrisiko. Besser ist ein gemächliches Tempo, sowohl beim Sport selbst als auch beim Steigern der Trainingseinheiten.

Weitere Tipps für die Freizeitgestaltung im Alter

Spiele auf der einen Seite, körperliche Aktivitäten auf der anderen Seite. Kann man das schon im Voraus planen oder sollte man das Rentenalter auf sich zukommen lassen? Die meisten Menschen fühlen sich wohler, wenn sie zumindest ein wenig vorbereitet sind. Wer sich selbst Ziele setzt, wird nicht so schnell entmutigt und hat außerdem weniger Angst vor der Zukunft. Das gilt auch für die Freizeitgestaltung.

Wie aktiv jemand ist, zeigt sich meistens schon in früheren Jahren. Auch bei einem zeitraubenden Job beschäftigen sich viele nebenbei mit ihren Hobbys. Fußball, Fremdsprachen, der Garten, Handarbeiten und zahlreiche andere Dinge – dafür ist im Rentenalter endlich genug Zeit, glaubt man. Wenn es dann soweit ist, stellt man fest, dass die vermeintliche Freizeit erstaunlich wenig Raum lässt. Nicht umsonst klagen die Rentner oft darüber, dass sie keine Zeit haben. Das liegt teilweise daran, dass sie von der Familie gerne vereinnahmt werden. Es heißt dann: Ihr habt ja Zeit, könnt ihr nicht dies und das für uns erledigen?

Oft fühlen sich die Senioren ganz wohl mit den Aufgaben, die ihnen zugetragen werden. Das Gefühl, gebraucht zu werden, spielt dabei eine wesentliche Rolle. Trotzdem ist es sinnvoll, sich selbst etwas vorzunehmen, um seine Selbstbestimmtheit zu bewahren. Handwerklich begabte Menschen befassen sich gerne mit dem Renovieren ihrer Wohnung und mit Umbaumaßnahmen. Andere nutzen die neu gewonnene Zeit zum Reisen, allerdings braucht man dafür auch genügend finanzielle Ressourcen

Die praktische Planung der Freizeit

Nicht zu spät aufstehen und regelmäßige Unternehmungen sind nur zwei Tipps für die Freizeitgestaltung. Oft hat man das ganze Berufsleben hindurch bestimmte Wünsche für später aufgehoben: Jetzt ist endlich Zeit dafür, die eigene Biografie zu verfassen oder das alte Segelboot gründlich zu restaurieren. Wer so ein großes Projekt hat, der plant seinen Tag gerne ähnlich wie im Berufsleben und setzt sich eine Art Richtlinie für die "Arbeitszeit". Diese Planung eignet sich auch für diejenigen, die ehrenamtlich tätig sein möchten.

Durch die selbst auferlegten Pflichten kommt gar nicht erst Langeweile auf. Wer sich jedoch nur von den Terminen gehetzt fühlt, der spürt den Unterschied zum vorigen Leben im Beruf kaum. Besser ist es, die Pflichten zurückzustellen und sich stattdessen stärker auf die Hobbys zu konzentrieren. Schließlich braucht man nicht mehr zu arbeiten, sondern hat sich das Nichtstun auch ein wenig verdient.
Der Genuss von kulturellen Angeboten gehört für viele Senioren ebenfalls zum angenehmen Leben. Oft gibt es vergünstigte Rentner-Tickets, die Konzert- und Museumsbesuche nicht so kostspielig machen. Der Rentnerausweis berechtigt die Senioren ohne weiteren Aufwand dazu, die entsprechenden Rabatte zu nutzen. Auch Monatskarten und andere Tickets sind für Rentner oft günstiger. Das erleichtert es den Senioren, aktiv am Leben und an den vielen interessanten Veranstaltungen teilzunehmen.


 

RD Abbinder
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